West aktuell

Bürgerunion und SPD versuchen nunmehr den erst im Dezember 2011 gefassten Ratsbeschluss für eine Sanierung der Berliner Straße und der Westtangente mit Flüsterasphalt zu kippen. Begründet wird dies mit wesentlich höheren Kosten. Es stimmt zwar das die Verlegungskosten höher als bei einer herkömmlichen Asphaltierung sind. Jedoch ist, dass wird schamhaft verschwiegen, die Lebensdauer doppelt so hoch. Weiterhin steigende Ölpreise machen damit diese Investition mehr als rentabel. Zudem setzt eine deutliche Lärmminderung der Abrollgeräusche der Kraftfahrzeuge schon ab 40 km/h ein.
Eine zu erwartende höhere Lebensqualität der Anwohner ist für SPD und Bürgerunion offensichtlich kein Thema.
Ratingen, 28.01.2012
Andreas Dick
Ratsmitglied
Vorsitzender CDU West

Gute Nachricht für viele vom Straßenlärm geplagten Ratinger: Der Rat der Stadt Ratingen beschloss jetzt mit großer Mehrheit gegen die Stimmen von SPD und Grünen auf Antrag der CDU Mitte und Ratingen West, einige Hauptstraßen ab sofort mit dem sogenannten „Flüsterasphalt“ zu sanieren. Die zweite gute Nachricht: Für diese Maßnahmen werden keine Anliegerbeiträge erhoben. Die Maßnahme soll im Frühjahr 2012 durchgeführt werden.
Beschlossen wurde der lärmoptimierte Asphalt für folgende Straßen: Ratingen Mitte - Bahnstraße, Hauser Ring, Homberger Straße, Industriestraße, Maubeuger Ring, Mülheimer Straße, Neanderstraße, Poststraße, Stadionring,
Ratingen West - Westtangente sowie den Rest der Berliner Straße.
Bei der Auswahl der Straßen, die mit Flüsterasphalt versehen werden sollen, wurden als Kriterien hohes Verkehrsaufkommen (mit tatsächlichen Geschwindigkeiten von 50 km/h oder mehr) und viele betroffene Anwohner zugrunde gelegt.
Der offenporige Asphalt leitet die vom Reifen auf den Boden gedrückte Luft, die das Rollgeräusch verursacht, besser ab. Er verringert das Abrollgeräusch des Reifens ab Tempo 40 bis 50 um mehr als die Hälfte.
Beim Einbau von Flüster-asphalt wird die vorhandene Teerdecke acht Zentimeter tief abgefräst. Damit ist der erstmalige Einbau mit rund 22 Euro pro Quadratmeter teurer als die herkömmliche Sanierung (zwölf Euro). Allerdings muss bei der herkömmlichen Sanierung alle sechs bis acht Jahre wieder saniert werden, während der lärmoptimierte Asphalt mindestens doppelt so lange hält.
Der bloße Austausch der obersten Verschleißschicht ist bei Flüsterasphalt sogar um einen Euro günstiger. Mit steigendem Ölpreis wird es relativ günstiger, weil die Deckschicht dünner ist.
Andreas Dick CDU, Sprecher des Bezirksausschusses Ratingen West: „Der Einsatz von Flüsterasphalt für die lärmgeplagten Anwohner an den Hauptverkehrsstraßen wie Berliner Strasse und Westtangenteein deutlich spürbarer Beitrag zur Lärmminderung.“
s.a. WZ vom 21.12.2011 und RP vom 21.12.2011

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt hat das Verhalten der SPD und B90 / Die Grünen im Bezirksausschuss West zum Thema Flüsterasphalt kritisiert. „Die Wankelmütigkeit und Enthaltung der Genossen sowie der Grünen im Bezirksausschuss verwundert und irritiert uns doch sehr“, zeigt sich Andreas Dick, CDU-Sprecher im Bezirksausschuss verärgert. Die CDU habe in einem Beschlussvorschlag „festzurren“ wollen, dass die restliche Berliner Straße und die Westtangente mit dem neuen, Lärm mindernden Asphalt, dem so genannten LOA saniert wird. Die Verwaltung beabsichtige ohnehin die Maßnahme im Frühjahr auszuschreiben und umzusetzen. „Gerade unserer Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass auch die Verwaltung LOA mittlerweile befürwortet“, bekräftigt Dick.
Doch nach anfänglicher Einmütigkeit „sind SPD und Grüne wieder mal umgefallen“. Dabei sei die Sachlage von vorne herein klar gewesen. Bei einer LOA-Sanierung müssten acht Zentimeter Fahrbahndecke abgefräst werden. Dick: „Das ist keine neue Tatsache. Deshalb kann ich mich nur wundern, warum sich die die Genossen und Grüne dem Beschluss nicht anschließen konnten. Es ist das falsche Signal für die Bürger unseres Stadtteils“. Zwar sei der Beschlussvorschlag nicht abgelehnt worden, aber mit der Enthaltung „will man sich offenbar ein Hintertürchen für die Haushaltsberatungen offen halten“. Dies sei unverständlich, denn „für uns hat die Lebensqualität der Bürger in West einen hohen Stellenwert“.

Antrag für Bezirksausschuss Ratingen-West und Folgeausschüsse
Straßensanierung und Lärmminderung
Sehr geehrte Frau Müller-Witt,
mit Antrag vom 26.02.2011 hatte die CDU-Fraktion dargestellt, wie das umfangreiche Sanierungsprogramm für städtische Straßen trotz fehlendem Lärmminderungsplan zur faktischen Lärmminderung für die betroffenen Anlieger insbesondere der Hauptverkehrsstraßen genutzt werden kann.
Dabei sollen diejenigen ohnehin zu sanierenden Hauptverkehrs- und Sammelstraßen, auf denen eine Höchstgeschwindigkeit von 50km/h oder mehr gefahren werden darf und faktisch auch gefahren wird, in der Regel mit lärmoptimierten „Flüsterasphalt“ (LOA 05 D) saniert werden.
Für Ratingen West betrifft dies aus den Instandhaltungsrückstellungen von 2008 und 2009 erstmalig die für 2012 zur Sanierungsausführung vorgesehene Straßen.
Beschlussvorschlag:
Folgende Straßen des für 2012 vorgesehenen Sanierungsplanes für Ratingen-West werden mit lärmoptimierten Asphalt saniert:
Westtangente
restliche Berliner Straße
Um einen Überblick über den Stand der Straßensanierungen zu erhalten, wird die Verwaltung gebeten, in der nächsten Sitzung einen Bericht mit einer schriftlichen Übersicht des Standes der Umsetzung der Straßensanierungen 2010 und 2011 (aus Rückstellungen 2008 und 2009) abzugeben.
Desgleichen gilt für das Ergebnis der rechtlichen Prüfung nach § 8 KAG. Bei der Beurteilung soll die Verfahrensweise anderer Kommunen wie Düsseldorf mit LOA 05 berücksichtigt werden.

Die CDU Ratingen-West wählte in der Mitgliederversammlung am 20.09.2011 ihren neuen Vorstand.
Andreas Dick blieb mit einstimmiger Wahl Vorsitzender, seine Vertreter sind Werner Kleinrahm und Michael Pfeiffer.
Schatzmeister wurde Ralf Pischniok und Schriftführerin Margret Tombers.
Als Beisitzer wurden gewählt Doris Dick, Günter Hicking, Hermann Niermann, Josef Pohl, Lothar Nikolaus und Horst Kunz.







